BESONDERE HINWEISE ZUR VERGABE VON ABSPERRARBEITEN:

  • In der Regel kommen Absperrgitter oder Absperrschranken zum Einsatz.
  • Bei kurzzeitgen Arbeiten können Sicherungsposten ausreichend sein.
  • Notwendige Zugänge zu/in Gebäuden können mit einem lückenlosem, festem Schutzdach im Bereich der Absperrung gesichert werden. Es bieten sich
    hierzu Standgerüste vom Gerüstbauer mit einer Belagbreite von 90cm an.
    Die Seiten des Schutzdachs sind mit einem gespannten Netz Maschenweite kleiner/gleich 2cm zu sichern.
  • Für Absperrungen öffentlicher Flächen ist eine Genehmigung des zuständigen Ordnungsamts notwendig.
  • Bei der Vergabe der Absperrarbeiten bei Turm- und Schornsteinbauarbeiten
    sollte eine Ausführung nach BGI 778 mit vereinbart werden.

BGI 778 Regeln bei Turm- und Schornsteinbauarbeiten
Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft Juli 1997 (Auszug)

4 Gemeinsame Bestimmungen
4.8 Schutz gegen herabfallende Gegenstände
4.8.1 Allgemeines
Der Unternehmer (oder der Verantwortliche) hat dafür zu sorgen, daß an übereinanderliegenden Stellen nicht gleichzeitig gearbeitet wird, sofern nicht die unteren Arbeitsplätze und Verkehrswege gegen herabfallende, umstürzende, abgleitende oder abrollende Gegenstände und Massen geschützt sind.

4.8.2 Gefahrbereich
4.8.2.1
Der Unternehmer (oder der Verantwortliche) hat dafür zu sorgen, daß ein Gefahrbereich nach Tabelle 2 festgelegt wird. Dabei ist jeweils von der äußeren Kante des Bauwerks auszugehen.

Tabelle 2:
Radius des Gefahrbereichs um die jeweiligen Arbeitsplätze

Höhe h der baul. Anlage

erforderl. Radius
abhängig von h

erforderl.
Mindestradius

h bis 60 m

h/5

8m

h > 60 m bis 100 m

h/5

12,50 m

h >100 m bis 150 m

h/6

20,00 m

h >150 m bis 200 m

h/7

25,00 m

h >200 m

h/8

30,00 m

4.8.2.2
Der Unternehmer (oder der Verantwortliche) hat dafür zu sorgen, daß der Gefahrbereich durch eine Absperrung so gesichert wird, daß ein unbewußtes Betreten verhindert wird.
Er hat den Gefahrbereich deutlich erkennbar und dauerhaft durch das
Warnzeichen W09 "Warnung vor einer Gefahrstelle" zu kennzeichnen.
Das Zeichen muß der UVV "Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz" (VBG 125) entsprechen.
Eine Absperrung durch Flatterleine ist nicht zulässig.

4.8.2.3
Bei kurzzeitig bestehendem Gefahrbereich ist abweichend von Abschnitt 4.8.2.2 eine Sicherung der Gefahrstelle durch Warnposten zulässig.

 

Näheres hierzu unter der Web-Adresse des
Hauptverbands der gewerblichen Berufsgenossenschaften
(HVBG)
hier finden sich unter Eingabe des Stichworts BGI 778 im Abschnitt 4
"Schutz gegen herabfallende Gegenstände" die entsprechende Vorschriften.

 

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